Entgelte

Netznutzungsentgelte

Die Bundesnetzagentur legt zu Beginn jeder Regulierungsperiode auf der Grundlage der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) jährliche Erlösobergrenzen für jedes Stromnetz fest. Diese jährlichen Erlöse sind maßgeblich für die Bildung der Netzentgelte, die für die Nutzung des Stromnetzes zu zahlen sind. Netzbetreiber sind verpflichtet, bei einer Anpassung der Erlösobergrenze gemäß § 4 Abs. 3 und 5 ARegV ihre Netzentgelte anzupassen, soweit sich daraus eine Senkung der Netzentgelte ergäbe. Im Übrigen sind sie im Falle einer Anpassung der Erlösobergrenze gemäß § 4 Abs. 3 und 4 ARegV zur Anpassung der Netzentgelte berechtigt. Die Anpassung der Netzentgelte erfolgt zum 01. Januar eines Kalenderjahres.

Veröffentlichung des Vorbehaltes zur Berechnung von Blindenergie

Die Art und Weise der Verrechnung von Blindleistung/-arbeit wird derzeit intensiv im Rahmen der Konsultation zur Festlegung eines Muster-Netznutzungsvertrages (Strom) von der Beschlusskammer 6 (BK6) der BNetzA diskutiert.

Aufgrund des laufenden BK6-Verfahrens wird die Verrechnung der Blindarbeitsmengen vorläufig ausgesetzt bis eine abschließende Regelung/Vorgabe für die Verrechnung der Blindleistung/-arbeit seitens der BNetzA erfolgt. Diese Aussetzung stellt keinen Verzicht des Netzbetreibers auf diesbezüglich bestehende vertragliche Ansprüche dar.

Wir behalten uns eine nachträgliche Verrechnung der Entgelte für Blindleistung/-arbeit bzw. die Geltendmachung einer anderweitigen Kompensation bei Überschreitung der Grenzen für die Blindarbeit ausdrücklich vor.

Die zu entrichtenden Entgelte setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Netzentgelt

Das Netzentgelt richtet sich nach der Entnahmestelle der elektrischen Energie aus dem Netz von der ews-Netz GmbH. Das Entgelt wird für Vorhaltung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von Stromverteilungsanlagen entrichtet. Des Weiteren sind das Entgelt für die Nutzung der vorgelagerten Netze sowie die bei der Übertragung von elektrischer Energie entstehenden Verluste und die Systemdienstleistungen zur Gewährleistung des Netzbetriebes im Netzentgelt enthalten.

Konzessionsabgabe

Die Höhe der Konzessionsabgabe richtet sich nach dem zwischen der Gemeinde, in der sich die Entnahmestelle befindet, und der ews-Netz GmbH geschlossenen Konzessionsvertrag in Verbindung mit der Konzessionsabgabenverordnung. Die Konzessionsabgabensätze betragen 1,32 ct/kWh für Tarifkunden, keine Schwachlast, 0,61 ct/kWh für Tarifkunden in der Schwachlast sowie 0,11 ct/kWh für Sondervertragskunden.

 

Entgelt für Messstellenbetrieb, Messdienstleistung und Abrechnung

Die Entgelte für Messstellenbetrieb, Messdienstleistung und Abrechnung werden anhand der technischen Erfordernisse am Entnahmepunkt und den messtechnischen Gegebenheiten durch die ews-Netz GmbH festgelegt.

Mehrkosten durch das Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetz  (KWK-G)

Die Mehrkosten durch das KWK-G werden zusätzlich in Rechnung gestellt.

Blindstromverbrauch

Soweit erforderlich werden die durch die Messgeräte erfassenden Blindstromlieferungen zusätzlich in Rechnung gestellt (Preisblatt 6). 

Umsatzsteuer

Die gesetzliche Umsatzsteuer wird mit dem jeweils gültigen Satz (zur Zeit 19%) den angegebenen Nettopreisen hinzugerechnet.

Preisblätter

Die Preise für die Nutzung des Stromverteilungsnetzes der ews-Netz GmbH inklusive der vorgelagerten Netzebenen sind in folgenden Preislisten aufgeführt. Die Preise enthalten im Rahmen der Kostenwälzung die Netzkosten der Schleswig-Holstein Netz AG.

Alle aufgeführten Informationen und Preise dienen zur unverbindlichen Information, Irrtümer bleiben vorbehalten.

Gemäß § 17 Abs. 2 i. V. m. § 4 Abs. 3 und 4 ARegV passt die ews-Netz GmbH mit Wirkung zum 01.01.2020 ihre Netzentgelte an.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund des CORONA-Konjunkturpaketes der Bundesregierung die Umsatzsteuer für Leistungen im Zeitraum vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 auf 16% gesenkt wurde.

Infolge der Veränderung des Mehrwertsteuersatzes für Leistungen im Zeitraum vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 kommen im Kalenderjahr 2020 zwei Preisblätter zur Anwendung.

Downloads

Weitere Dokumente zum Download

Die ews-Netz GmbH verwendet die vom BDEW auf Basis der EEX-Preise gemäß § 13 Abs. 3 Satz 4 StromNZV gebildeten Preise für Mehr-/Mindermengen:

Zur Veröffentlichung der Jahresmehr-und Mindermengenpreise des BDEW

Wir weisen darauf hin, dass etwaige Mehrkosten gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, Umsatzsteuer, § 19 StromNEV-Umlage, Offshore-Haftungsumlage, Umlage für abschaltbare Lasten und ggf. Konzessionsabgaben sowie andere Umlagen nicht in den Netzentgelten enthalten sind.

Gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV ist die ews-Netz GmbH verpflichtet, einem Letztverbraucher in Abweichung von § 16 StromNEV ein individuelles Netzentgelt anzubieten, wenn auf Grund vorliegender oder prognostizierter Verbrauchsdaten oder auf Grund technischer oder vertraglicher Gegebenheiten offensichtlich ist, dass der Höchstlastbeitrag eines Letztverbrauchers vorhersehbar erheblich von der zeitgleichen Jahreshöchstlast aller Entnahmen dieser Netz- oder Umspannebene abweicht.

Die ews-Netz GmbH hat nach den Vorgaben der Festlegung hinsichtlich der sachgerechten Ermittlung individueller Entgelte nach § 29 Abs. 1 und Abs. 2 S.1 EnWG i.V.m. § 19 Abs. 2 StromNEV der BNetzA (BK4-13-739) die entsprechenden Hochlastzeitfenster für die vier Jahreszeiten je Netzanschlussebene ermittelt.

Auf Basis dieser Hochlastzeitfenster bietet die ews-Netz GmbH Letztverbrauchern, deren voraussichtliche Höchstlastabsenkung innerhalb der Hochlastzeitfenster die Erheblichkeitsschwelle erreicht und die zu erwartende Entgeltreduktion mindestens 500,- Euro/a beträgt, individuelle Netzentgelte gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV an.

Netz-/ Umspannebene Erheblichkeitsschwelle
HS/MS 20%
MS 20%
MS/NS 30%
NS 30%

Die mit dem Netznutzer zu treffende Vereinbarung über ein reduziertes Netzentgelt gemäß § 19 Abs.2 S.1 StromNEV unterliegt seit 2014 der Anzeigepflicht des Letztverbrauchers gegenüber der zuständigen Regulierungsbehörde, und erlangt erst nach fristgerechtem und vollständigem Eingang der relevanten Unterlagen bei der zuständigen Regulierungsbehörde rückwirkend zum 01.01. des beantragten Jahres seine Wirksamkeit.

Abfrage Selbstverbrauch / Drittverbrauch

Hintergrund:
Letztverbraucher, mit einem Jahresverbrauch über 1.000.000 kWh, müssen dem zuständigen Netzbetreiber bis zum 31. März eines Jahres den im jeweils vorangegangenen Kalenderjahr aus dem Netz bezogenen und selbst verbrauchten Strom melden.

Wichtig: Im Falle der Verletzung der Mitteilungspflicht erfolgt gesetzlich eine Einstufung in die Letztverbrauchergruppe A, d. h. es fallen die Netzumlagen in voller Höhe an.

  • Das Formular können Sie direkt an Ihrem PC ausfüllen
  • Bitte speichern Sie das ausgefüllte Formular als PDF-Datei
  • Senden Sie das Formular per E-Mail an  
  • Bitte verwenden Sie als E-Mail Betreff Ihre 11-stellige Marktlokation

Sollte Sie Energiemengen geschätzt bzw. mit ungeeichten Zählern weitergegeben haben, dann benötigen wir noch weitere Angaben. Bitte beachten Sie hierzu das Infoblatt.

Wir verarbeiten die personenbezogenen Daten des Anschlussnehmers bzw. Anschlussnutzers nach den Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung und des Bundesdatenschutzgesetzes.